Alexandra Prusa ABRAZO
Tango des Überlebens
Tango des Überlebens
Tango des Überlebens
1935 – eine arme junge Frau aus dem Bergdorf Rueras im Vorderrheintal emigriert nach Buenos Aires, überlebt knapp das höllische System der Zwangsprostitution, dem dort mittellose, alleinstehende Frauen aus Europa quasi ausnahmslos unterworfen werden, steigt zum Tango-Star auf und kehrt schlussendlich ins kriegsgeplagte Europa zurück, wo sie in Genua ein neues Leben beginnt.
Mit ABRAZO stellt Alexandra Prusa die aktuelle Migrations-Diskussion auf den Kopf, denn die so schockierenden wie sinnreichen Erfahrungen der mutigen Emigrantin führen klar und drastisch vor, dass das, was heute Frauen aus Afrika, Rumänien oder Moldavien bei uns widerfahren kann – im Schlechten wie im Guten – vor nicht einmal 100 Jahren einer Schweizerin passieren konnte.
Alexandra Prusa
Als Tochter eines russischen Bildhauers und Marine Event Managers mit adeliger Abstammung und einer schweizerischen Malerin mit deutsch-schwedischen Wurzeln wurde Alexandra in Florenz geboren. Nach der Flucht aus dem stalinistischen Russland wurde ihr Vater kraft seiner künstlerischen Begabung von der italienischen Kirche beauftragt, Skulpturen und Fresken zu restaurieren – so begegneten sich ihre Eltern an der Kunstakademie in Florenz.
Sie wuchs mit ihrem Bruder in einem turbulenten Künstlerhaushalt auf. Den Vater, der auf hoher See arbeitete, sah sie selten. Die Mutter, häufig beruflich unterwegs, hatte ebenfalls wenig Zeit für die Kinder. Zum traumatischen Erlebnis wurde in Abwesenheit der Eltern die Flutkatastrophe von Florenz im November 1966. Die beiden Kinder wurden zu ihren Grosseltern in die Schweiz gebracht, wo sie ruhigere Teenagerjahre verbrachten.
Nach Sprachaufenthalten und ersten Studien in Musik/Tanz (Rock, Pop, Funk, Free Jazz, Stepptanz) in Paris und New York absolvierte Alexandra die fünfjährige Grafikausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Anschliessend schloss sie nach dreijährigem Studium am Schauspiel Studio Hamburg ihre Schauspielausbildung paritätisch ab. Nachhaltigen Einfluss auf die berufliche Laufbahn hatten Erfahrungen mit ihrer ersten Eigenproduktion „Tango Palace“, die sie zu Studien nach Buenos Aires und auf Tournee durch Europa führte.
Seither ist Alexandra Prusa viel unterwegs in Zürich, Berlin, Hamburg, München, Buenos Aires und ihrer zweiten Heimat Paris, als Schauspielerin, Sängerin und Medienkünstlerin – lebend, liebend und arbeitend – stets auf der Suche nach dem treffenden Ton, dem ergreifenden Bild und einer Wahrheit in der illusionären Kunstwelt neuer Ausdrucksformen von Tango, Jazz, Theater und Film.
Cast
Alexandra Prusa Text, Gesang, Tanz
Quartetto Javier Fernandez Arrangements/Piano
Ariel Gutierrez Tanz/Coreografie
Schüler*innen, Lernende
und Studierende CHF 20.–
Gemeindekanzlei Herrliberg:
044 915 91 41
ab Mittwoch, 9. Oktober 2024
Abendkasse und Einlass ab 19.30 Uhr










Carlos Martínez